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Manche behaupten, dass Männer anders trauern. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass jeder Mensch auf seine individuelle Art trauert – und Männer sind halt auch ganz individuell. Wie alle Menschen sind sie durch ihre persönliche Biografie, Erziehung und ihr Umfeld geprägt. Dabei steht das Stark-Sein-Müssen und Funktionieren häufig oben an.

Gemeinsam zu kochen, Neues auszuprobieren und praktische Tipps für die eigene Versorgung zu bekommen, das ist ein Miteinander, in dem Vertrauen wachsen kann, denn alle haben einen Verlust, den sie  nur schwer  in ihr Leben integrieren können. Sich darüber austauschen zu können schafft Annahme und Geborgenheit und bildet einen wichtigen Trittstein, wenn die Trauer mal wieder schwer lastet.

Im Vordergrund steht das Gespräch beim gemeinsamen Tun. Nebenbei oder bei Bedarf auch ohne Kochstress haben die in der Trauer aufkommenden Gedanken und Gefühle im gegenseitigen Austausch ungezwungen Zeit und Raum. Sie haben immer Vorrang und für Tränen ist immer Zeit. Tränen sind kein Zeichen von Schwäche.

Es macht auch viel Freude, wenn es wieder so richtig gut schmeckt und die eigenen Vorlieben berücksichtigt werden konnten. Die eigene Boulette, der Kartoffelsalat mit ungewohnten Zutaten und das herzhafte Möhrengemüse mal ganz anders. Das sind Herausforderungen, Neuentdeckungen und Bestätigungen für das eigene Handeln, jeder gibt alles und gemeinsam sind wir stolz auf unser Ergebnis.