Anwesende Vorstandsmitglieder: Roswitha Ehlers Vorsitzende, Heribert Pietschmann stellvertretender Vorsitzender, Reinhard Mann Schatzmeister, Gabriele Grabenhorst Schriftführerin, Ralf Maly Beisitzer, Hannelore Inschläger Besitzerin

Versammlungsleiterin: Roswitha Ehlers Vorsitzende

Protokoll Gabriele: Grabenhorst Schriftführerin

Tagesordnung

TOP 1 Begrüßung

TOP 2 Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung und der Beschlussfähigkeit

TOP 3 Genehmigung der Tagesordnung

TOP 4 Jahresbericht des Vorstandes und Aussprache

TOP 5 Jahresbericht des Hospizes Salzgitter und Aussprache

TOP 6 Kassenbericht

TOP 7 Kassenprüfungsbericht

TOP 8 Entlastung des Schatzmeisters Entlastung der kommissarischen Schatzmeisterin

TOP 9 Wahl eines Kassenprüfers

TOP 10 Entlastung des Vorstandes

TOP 11 Anfragen und Mitteilungen

TOP 1

Frau Ehlers begrüßt im Namen des gesamten Vorstandes die Anwesenden und eröffnet die Mitgliederversammlung um 18.35 Uhr.

TOP 2

Frau Ehlers stellt fest, dass die Einladung ordnungsgemäß erfolgte und die Mitgliederversammlung beschlussfähig ist.

TOP 3

Die Tagesordnung wird durch die Mitgliederversammlung genehmigt.

TOP 4

Vorstandsbericht über den Berichtszeitraum 01.01.2018 bis 31.12.2018

Frau Ehlers stellt fest, dass das Jahr 2018 für den Verein, für das Personal sowie für den Vorstand ein bewegtes und arbeitsreiches Jahr war. Am 24. April 2018 wurde ein neuer Vorstand gewählt.

Zu den immensen Arbeiten, die ein Vorstand zu leisten, und zu den Entscheidungen die er zu treffen hat, waren auch immer wieder Probleme unter den Ehrenamtlichen aufgetreten. Die Unzufriedenheit mit einigen Beschlüssen des Vorstands hat die Arbeit sehr erschwert.

Der Vorstand hat bei allen Beschlüssen nicht persönliche Befindlichkeiten in den Vordergrund gestellt, sondern Beschlüsse nach langen Beratungen und mehrheitlich gefasst. Notwendigerweise wurden Beschlüsse revidiert.

Nur durch sachliche Kommunikation der Mitglieder mit dem Vorstand ist Transparenz möglich. Frau Ehlers bittet um rege Teilnahme an den Veranstaltungen, der Diensttagsrunde sowie an den Supervisionen. Der Vorstand steht jederzeit zu einem Gespräch zur Verfügung.

Der Vorstand hat sich regelmäßig einmal monatlich zu Vorstandssitzungen getroffen. An den Sitzungen nahmen, soweit wie möglich, auch Frau von Rössing als Koordinatorin zu dem TOP „Geschäftsstelle“ teil. Frau Bötel als Geschäftsführerin der Hospiz gGmbH war zu dem TOP „Bericht aus dem Hospiz“ anwesend. Der TOP „Personal“ wird grundsätzlich nur vom Vorstand beraten. Die Vorstandssitzungen sind öffentlich. Die Termine sind auf der Internetseite des Vereins ersichtlich.

Das Arbeitsverhältnis mit Frau Fiegen wurde gelöst. Frau Bartram folgte zum 01.03.2018. Auf eignen Wunsch verließ sie die Hospiz-Initiative wieder am 30.06.2018. Seit dem 18.07.2018 ist Frau Manuela Königsbauer als Büroangestellte in der Geschäftsstelle tätig.

Frau Tatiana Döring ist seit dem 16.07.2018 als Koordinatorin in Ausbildung beschäftigt. Erst nach Absolvierung eines Palliativkurses, des Koordinatorenseminars und des Leitungsseminars kann die Abrechnung nach § 39 a SGB V erfolgen.

Die Bestuhlung des Saals wurde im Januar 2018 geliefert. Die Aktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ hat uns dabei finanziell unterstützt. Dank einer weiteren zweckgebundenen Spende konnten ein Schrank und Sideboards angeschafft werden. Die Lieferung eines weiteren Schrankes für die Technik erfolgt in Kürze.

Das Haus in Salzgitter-Bad, dass die Hospiz-Initiative durch eine Schenkung erhalten hat, wurde gründlich saniert. Zwei Wohnungen sind vermietet. Für eine weitere Wohnung wurde dem Schenker ein Wohnrecht eingeräumt.

Ein Erbfall aus dem Jahr 2017 ist noch nicht abgeschlossen. Es ist beabsichtigt, die finanziellen Mittel zur Aufstockung der Rücklagen zu verwenden.

Seit dem Spätsommer 2018 bereitet ein Team das 25-jährige Vereinsjubiläum vor. Es wird ein abwechslungsreiches Programm geboten.

Der Sommerausflug der Ehrenamtlichen führte nach Hildesheim. Nach der Besichtigung des Domes folgte eine historische Stadtführung. Die Jahresgespräche mit den Ehrenamtlichen führte Frau Döring. Ein Jahresgespräch gehört zu den Grundlagen der Begleitung. Ebenso ist die regelmäßige Teilnahme an der Supervision verpflichtend. Frau Ehlers weist daraufhin, dass Ehrenamtliche, die zur stationären Begleitung in das Hospiz abgesendet wurden, auch von Frau von Rössing in Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst des Hospizes, begleitet werden. Im Jahr 2018 fand kein Vorbereitungskurs statt. Am diesjährigen Kurs nehmen elf Personen teil.

Frau Ehlers bemerkt, dass in der Geschäftsstelle Räume für Lager und Archiv knapp bemessen sind. Es ist beabsichtigt weitere Räumlichkeiten im gleichen Haus anzumieten.

Frau von Rössing berichtet über die Arbeit der Geschäftsstelle:

Im Jahr 2018 waren 39 Ehrenamtliche für die Hospiz-Initiative in der ambulanten und stationären Sterbebegleitung, in der Trauerbegleitung, in der Kinder- und Jugendtrauerarbeit und im Redaktionsteam tätig. Sechs Ehrenamtliche pausieren zurzeit.

Es wurden 56 ambulante Sterbebegleitung übernommen. Bis zum Ende des Jahres 2018 sind 28 Personen verstorben. Die verblieben 28 Schwerstkranken werden weiterhin begleitet.

Es zeichnet sich schon seit geraumer Zeit ab, dass sich in der ambulanten Sterbebegleitung der Sterbeort vermehrt in Richtung Altersheim verlagert. Etwa 75% der Begleitungen finden mittlerweile in Altersheimen statt. Eine der hospizlichen Kernaussagen fordert, dort zu begleiten, wo der Mensch zu Hause ist. Dem muss vermehrt Rechnung getragen werden. Das bedeutet, vermehrt in den Alten- und Pflegeheimen und Seniorenresidenzen zu begleiten. Im Helios Klinikum wurden auf der Inneren Station drei Palliativbetten eingerichtet. Auch hier begleiten Ehrenamtliche der Hospiz-Initiative. Die Damen und Herren des laufenden Vorbereitungskurses sind nach Abschluss des Kurses als Verstärkung sehr willkommen.

Im Mai 2018 endete die zweite geschlossene Trauergruppe. Leider fanden sich bisher nicht genügend neue Teilnehmer für eine dritte Gruppe. Im Herbst 2018 haben drei Ehrenamtliche die Weiterbildung zur Trauerbegleiterin erfolgreich und mit Zertifikat abgeschlossen.

Im November 2018 gab es wieder ein Fortbildungswochenende für die Ehrenamtlichen im Kloster Drübeck zum Thema „Märchen in der Sterbebegleitung“. Auf ganz besondere Art und Weise berichtete Frau Dr. Benedicta Hirsch wie Märchen in der Sterbebegleitung eingesetzt werden können.

Frau von Rössing teilt mit, dass sie im Berichtsjahr bei diversen Vereinen und Organisationen Vorträge über die Hospizarbeit in Salzgitter gehalten hat. Im Herbst 2018 ist die Hospiz-Initiative und das Krankenhaus St. Elisabeth, Salzgitter-Bad, erneut eine Kooperation eingegangen. Seit Januar 2019 bietet die Hospiz-Initiative im Krankenhaus St. Elisabeth zweimal monatlich eine Hospizsprechstunde für Patienten, Angehörige und das Krankenhauspersonal an.

Die Hospiz-Initiative hat für die Ehrenamtlichen grüne Chiffon-Schals erworben, die nach Möglichkeit bei Gemeinschaftsveranstaltungen getragen werden sollen. Diese Schals haben Wiedererkennungswert und sollen das Gemeinschaftsgefühl stärken. Frau von Rössing bittet alle aktiven Ehrenamtlichen um Mithilfe bei der Verteilung von Flyern und Plakaten und um Werbung für die Jubiläumsveranstaltungen.

Abschließend dankt Frau von Rössing allen Ehrenamtlichen für ihren Einsatz in der HospizInitiative herzlich.

Frau Grabenhorst gibt den Vorstandsbericht für die Kinder- und Jugendtrauerarbeit ab:

Frau Caren Dittrich ist seit dem 01.01.2018 als Dipl. Sozialpädagogin mit 20 Wochenstunden für die Kinder- und Jugendtrauerarbeit tätig. Die Wochenstunden wurden im Laufe des Jahres auf 24 Stunden erhöht. Die Betreuung des Notfalltelefon, veranschlagt mit 2 Wochenstunden, hat Frau Dittrich ehrenamtlich übernommen. Frau Dittrich besucht eine umfangreiche Qualifizierung zur Familientrauerbegleitung, die 236 Unterrichtsstunden umfasst und im Juli dieses Jahres mit Zertifizierung abgeschlossen wird.

Frau Manuela Herzog ist weiterhin mit 20 Monatsstunden für die Kinder- und Jugendtrauerarbeit tätig. So soll die Vertretung von Frau Dittrich im Urlaub- und Krankheitsfall gewährleistet werden.

Im Jahr 2018 wurde Frau Dittrich von sechs ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen in der Gruppenarbeit sowie in der Einzelbegleitung unterstützt.

Im Berichtszeitraum wurden 43 Familien mit 61 Kindern begleitet. Die Gruppen wurden von Kindern im Alter von 2 bis 12 Jahren besucht. Bisher wurden 15 Jugendliche in Einzelgesprächen begleitet. Es gibt vermehrte Anfragen von Jugendlichen.

Seit Januar 2018 findet in 14-tägigem Abstand ein Gruppennachmittag für trauernde Kinder statt. Es werden acht verschiedene Themennachmittage durchlaufen, in denen sich die Kinder mit dem Verlust und der Trauer altersentsprechend auseinandersetzen. Dies erfolgt u.a. durch gestalterische Elemente, die es ermöglichen Gefühle wahrzunehmen, auszudrücken und zu akzeptieren. In der gleichzeitig stattfinden Erwachsenengruppe wird die Thematik des Nachmittags ebenfalls besprochen, damit zu Hause ein Austausch zu dem Thema leichter erfolgen kann. Es handelt sich um eine geschlossene Gruppe. Im letzten Jahr wurden zwei Zyklen der Themengruppe durchgeführt.

Einmal monatlich können Kinder in die offene Freizeitgruppe kommen. Es finden die gleichen Begrüßungs- und Abschiedsrituale wie in der Modulgruppe statt. Jedoch stehen das freie Spielen und der Einzelkontakt der Kinder im Vordergrund. Fragen und Bedürfnissen wird Raum gegeben. Die Erwachsenengruppe läuft auch hier parallel.

Neben der eben beschriebenen Gruppenarbeit besuchte die Gruppe die Rettungsleitstelle der Feuerwehr, die Polizei, das Krankenhaus, ein Bestattungsinstitut und den Lebenstedter Hauptfriedhof. Ein Waldtag, der Besuch im Zoo Hannover, der Besuch des Weihnachtsmarkts in Oelber a.w.W. und ein Lichterfest im Dezember mit Bescherung gehörten auch zu den Aktivitäten.

Da die Trauerarbeit nicht refinanziert wird, ist die Hospiz-Initiative sehr dankbar, dass Geld- sowie Sachspenden von Privatpersonen, Vereinen, Firmen und Institutionen diese Aktivitäten möglich gemacht haben.

Das Team der Kinder- und Jugendtrauerarbeit trifft sich in regelmäßigen Abständen zu Planungsbesprechungen und zusätzlich zur Supervision. Zum Austausch mit anderen Kinder- und Jugendtrauergruppen finden zwei bis dreimal jährlich Regionaltreffen statt.

In Kindertagesstätten, Schulen und der evangelischen Familienbildungsstätte wurden Schulungen und Fachberatungen durchgeführt. Die Netzwerkarbeit wurde von Frau Dittrich ausgebaut.

Frau Grabenhorst gibt einen kurzen Überblick in das Jahr 2019. Seit Januar unterstützen vier weitere Ehrenamtlich das Team. Die Sommerfahrt geht in den Familienpark Sottrum. Der Aufbau einer Jugendtrauergruppe mit dem Namen „Herzschmerz“ soll im Spätherbst in Angriff genommen werden. Frau Dittrich hat bereits ein Konzept erarbeitet. Es ist beabsichtigt, erforderliche Räumlichkeiten im gleichen Haus anzumieten.

Frau Dittrich konnte aus persönlichen Gründen an der Mitgliederversammlung nicht teilnehmen. Frau Grabenhorst dankt im Namen des Vorstandes allen recht herzlich, die in der Kinder- und Jugendtrauerarbeit tätig sind, für die konstruktive Zusammenarbeit.

Die Vorstandsberichte und der Bericht aus der Geschäftsstelle sind Anlage des Original Protokolls und können in der Geschäftsstelle eingesehen werden. Ergänzungen durch andere Vorstandsmitglieder erfolgen nicht. Der Bericht wird der Versammlung zur Aussprache gestellt. Aus der Versammlung ergeben sich keine Rückfragen.

TOP 5

Frau Bötel, Geschäftsführerin des Hospizes, gibt den Jahresbericht 2018 ab:

Die Hospiz-Gäste stehen im Mittelpunkt des Handelns. Im Jahr 2018 wurden 124 Gäste im Hospiz begleitet. Diese kamen vorrangig aus Salzgitter, aber auch aus dem Gebiet Hildesheim, Goslar, Peine und Wolfenbüttel.

Durchschnittlich lebten die Hospizgäste 19,24 Tage im Hospiz. Das entspricht einer Auslastung von 81,7 %. Im Jahr 2017 lag die durchschnittliche Verweildauer bei gleicher Gästezahl bei 18,54 Tagen. Daraus lässt sich die bessere Belegung -im Vergleich zum Vorjahr von +3,7 %- ableiten.

Deutlich wird bei dieser Belegung auch, dass durchaus freie Hospizbetten vorhanden sind, diese aber nicht immer nachgefragt werden. Künftig bleibt abzuwarten, wie sich die Auslastung entwickelt. In Hildesheim ist ein Hospiz mit zehn Betten sowie ein weiteres stationäres Hospiz in Goslar konkret in Planung.

Aufgrund neuer Anforderungen, die sich aus der neuen Bundesrahmenvereinbarung ergeben, besteht die Verpflichtung, zwei Mitarbeiter/-innen im Nachtdienst vorzuhalten. Dies machte es erforderlich, die Personalstärke von 10 auf 12,5 Vollzeitstellen zu erhöhen. Trotz der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt und der hohen Anforderungen an die Pflegenden, konnten hervorragende neue Mitarbeiter/-innen gewonnen werden.

Das Hospiz beschäftigt derzeit in der Pflege 17 examinierte Krankenschwester und zwei examinierte Pfleger. Zudem eine Pflegedienstleitung, zwei Mitarbeiterinnen im Sozialdienst, eine Verwaltungskraft und eine Geschäftsführerin, alle in Teilzeit.

Unterstützt werden die hauptamtlichen Kräfte von ehrenamtlichen Sterbebegleitern, die von der HIS entsendet werden. Die Ehrenamtlichen sind in unterschiedlichen Bereichen im Einsatz. Sie betreuen und begleiten die Gäste und ihre Angehörigen, sie engagieren sich in der Trauerarbeit, sie unterstützen in der Hauswirtschaft, bei der Gartenpflege und in der Haustechnik, bei Veranstaltungen oder im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit. Im Jahr 2018 haben 23 Ehrenamtliche somit 2.004 wertvolle Ehrenamtsstunden geleistet. Frau Bötel dankt dafür herzlich.

Frau Bötel berichtet über einige großartige Aktionen im vergangenen Jahr und dankt aufrichtig allen Beteiligten, Sponsoren und Helfern.

Die finanziell bedeutendste Investition war der Bau eines Terrassendaches. Dadurch wurde nicht nur Sonnen- und Regenschutz, sondern auch ein geborgenes Gefühl geschaffen. Die Investitionskosten beliefen sich auf rund 62.000 €. Von der Aktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ erhielt das Hospiz 45.000 €. Die restliche Summe haben private Spender übernommen.

Besonders öffentlichkeitswirksam waren zwei sportliche Ereignisse. Zum einen veranstaltete Alstom den Industrie-Cup zu Gunsten des Hospizes. Hierbei handelt es sich um ein Fußballturnier, bei dem Unternehmen aus Salzgitter gegeneinander antreten. Dieses Event brachte eine Spendensumme von 5.800 € ein.

Jede Menge Arbeitskraft bescherte das andere „sportliche“ Großereignis. Zehn Mitarbeiter des VfL Wolfsburg, darunter aktive Fußballerinnen und Fußballer, sowie Physiotherapeuten und Mitarbeiter aus der Verwaltung, schenkten dem Hospiz einen Tag ihrer Zeit. Bei schönstem Wetter wurden die Außenanlagen auf Vordermann gebracht, Fenster geputzt, Blumen umgetopft, Beete angelegt und große Pflanzlöcher für die geplante Streuobstwiese vorbereitet. Die Wolfsburger informierten sich über das Leben und Arbeiten im Hospiz. In gemütlicher Runde, gemeinsam mit Gästen und Angehörigen sowie vielen haupt- und ehrenamtlichen Kolleginnen, kam man gut ins Gespräch.

Es gab noch viele weitere geschätzte Aktionen, die alle auf der Homepage des Hospizes mit einem Artikel gewürdigt wurden. Stets wird dort über aktuelle Themen berichtet, um die breite Öffentlichkeit über das Leben im Hospiz zu informieren.

Auf der Streuobstwiese stehen nun elf Obstbäume alter Sorten. Alle sind angewachsen und blühten im Frühjahr schon sehr hübsch. Nach Rücksprache mit dem Naturschutzbund Deutschland, NABU, soll die Wiese extensiv bewirtschaftet werden. Sie wird selten gemäht, um unterschiedlichsten Insekten und Kleinstlebewesen ein Zuhause zu geben. Der Natur wird damit Gutes getan.

Für besonders schöne Erlebnisse der Gäste sorgten diverse Einsätze des ASB-Wünschewagens. So konnte ein Hospizgast mit seiner Frau auf den Brocken gefahren werden. Für den ehemaligen Einwohner Braunlages eine Herzensangelegenheit. Zwei Damen, die sich im Hospiz kennengelernt und angefreundet haben, verbrachten Dank des Wünschewagens einen unbeschwerten Tag an der Nordsee. Zudem übernahm der Wünschewagen kleinere Fahrten zu Familienfeiern, an denen die Gäste gern teilnehmen wollten.

Frau Bötel gratuliert der Hospiz-Initiative zum 25-jährigen Vereinsjubiläum von ganzem Herzen und wünscht weiterhin gutes Gelingen und viel Kraft bei der wertvollen Arbeit. Ganz bewusst wird sich das Hospiz in diesem Jubiläumsjahr etwas weniger in der Öffentlichkeit präsentieren, um so der Hospiz-Initiative volle Aufmerksamkeit zuteilwerden zu lassen.

Der Bericht des Hospizes ist Anlage des Original-Protokolls und kann in der Geschäftsstelle eingesehen werden. Der Bericht wird der Versammlung zur Aussprache gestellt. Es ergeben sich keine Fragen

TOP 6

Herr Mann gibt den Kassenbericht ab und stellt fest, dass die Hospiz-Initiative bezugnehmend auf ihre Vermögenslage, sehr gut aufgestellt ist.

Zum Stichtag 31.12.2018 verfügte der Verein über eine Rücklage in Höhe von 747.766,76 €. Hinzukommen noch die sich im Besitz des Vereins befindenden Immobilien. Eine Bewertung wird in der nächsten Zeit vorgenommen.

Diese finanzielle Ausstattung ist notwendig, um die Betriebsabläufe in der nächsten Zeit, zumindest mittelfristig, sicherzustellen. Die Arbeit der Hospiz-Initiative wird nur unzureichend über Zuschüsse refinanziert. Das laufende Spendeneinkommen während eines Jahres reicht ebenfalls nicht aus, um die laufenden Betriebsausgaben zu decken. Hier musste im vergangenen Jahr auf das Vermögen des Vereins zurückgegriffen werden.

Im laufenden Jahr waren Einnahmen von insgesamt 267.255,62 € festzustellen. Diese setzten sich wie folgt zusammen:

• 5.473,00 € Mitgliedbeiträge • 55.135,20 € Spenden; u.a. von der Aktion „Herz & Hand“ und Belegschaftsspende der Fa. VW • 42.922,07 € Spenden; ausschließlich für den Bereich der Kinder- und Jugendtrauerarbeit; u.a. vom Verein “Wir helfen Kindern“ • 68.530,97 € Zuschüsse; z.B. refinanzierte Leistungen gem. § 39 a SGB V • 35.910,00 € Mitgliedsbeiträge der Fördermitglieder • 6.249,98 € Zinsen aus Kapitalanlagen • 21.050,00 € Mieteinnahmen • 3.600,00 € Zuschuss der Stadt Salzgitter ausschließlich für den Bereich der Kinder- und Jugendtrauerarbeit • 28.291,29 € verschiedene Erbschaften

Gegenüber den laufenden Einnahmen sind Ausgaben in Höhe von 416.676,38 € für den Betrieb der Hospiz-Initiative notwendig geworden. Wie zu erkennen ist, reichen die Mitgliedsbeiträge und die Spenden nicht aus, die laufenden Betriebskosten eines Jahres zu decken.

Herr Mann erläutert drei Positionen aus der Ausgabenseite.

Die Hospiz-Initiative Salzgitter e.V. ist alleiniger Gesellschafter der Hospiz Salzgitter gGmbH. Die Besitzverhältnisse sind über die Stammeinlage von 25.000,00 € dokumentiert. Die Hospiz Salzgitter gGmbH ist eine Betriebsgesellschaft. Die Vermögensverhältnisse der gGmbH beziehen sich somit nur auf die Vermögenssituation, die sich aus den Betriebsabläufen ergibt. Die Gebäude sind angemietet und nicht im Eigentum der gGmbH, bieten also keine Sicherheiten. Der Haftungsanspruch der gGmbH, bezogen auf den Eigentümer, bezieht sich maximal auf die Höhe der Stammeinlage. Dennoch ist die Hospiz-Initiative Salzgitter e.V. als Eigentümer gesetzlich verpflichtet, Eigenleistungen in Höhe von 5 % der erzielten Umsätze der Hospiz Salzgitter gGmbH, als Eigenbeitrag zu leisten. Im Jahr 2018 belief sich diese Leistung auf 64.541,10 €.

Um die vorhandenen Immobilien wirtschaftlich vermarkten zu können, war es notwendig, Instandhaltungen der Liegenschaft Heckenrosenweg in Höhe von 74.163,71 € zu finanzieren.

Die größte Position auf der Ausgabenseite sind die Personalkosten für die laufende Arbeit der Hospiz-Initiative. Hier fielen im letzten Jahr ca. 145.000,00 € an. Davon wurden 72.000,00 € refinanziert über die Zuschüsse gem. § 39 a SGB V und den Zuschuss der Stadt Salzgitter. Um die laufenden Kosten aus den Verpflichtungen gegenüber den ambulanten und stationären Dienstleistungen zu finanzieren, war einen Entnahme aus der Rücklage in Höhe von 149,420,47 € notwendig.

Herr Mann führt aus, dass stetige Entnahme aus der Rücklage nicht wünschenswert ist. Es ist nach wie vor wichtig, das Spendenaufkommen zu steigern.

Um die Refinanzierung der Leistungen der HIS zu erhöhen, hat sich der Vorstand entschlossen, die Personalkapazitäten der Koordinatorinnen zu erhöhen. Dadurch können die abrechnungsfähigen Leistungen gesteigert werden, wenn die neuen Koordinatorinnen, nach entsprechenden Schulungen, voll einsetzbar sind. Über diese Strategie kann das Gleichgewicht der jährlichen Betriebsergebnisse erhöht werden.

Zusammenfassend stellt Herr Mann fest, dass der Verein finanziell stabil aufgestellt ist. Die gute Vermögenslage und die Sicherheit der Immobilien, gestatten dem Verein weiterhin gute Arbeit zu leisten, selbst dort, wo es derzeit noch keine ausreichende Refinanzierung, z.B. in der Trauerarbeit, gibt. Dennoch bedarf es weiterhin einer sparsamen Wirtschaftsführung. Die Gewährleistung der Arbeit der Salzgitter Hospiz gGmbH bedeutet Verantwortung, die der Verein nur über weitere Rücklagenbildung sichern kann.

Aus der Versammlung heraus ergeben sich keine Rückfragen zum Kassenbericht. Der Kassenbericht ist Anlage des Original-Protokolls und kann in der Geschäftsstelle eingesehen werden.

TOP 7

Herr Thomas Meyer berichtet, dass er mit Frau Elfriede Fricke in Anwesenheit von Frau Roswitha Ehlers, Herrn Reinhard Mann und Frau Gabriela Kientopp am 10.04.2019 in der Geschäftsstelle der Hospiz-Initiative die Kassenprüfung vorgenommen hat.

Die Prüfung umfasste den Zeitraum von 01.01.2018 bis 31.12.2018. Ebenfalls fand die Prüfung der Barkasse statt. Finanzjournal, Kontoauszüge, Kassenaufzeichnungen, Belege und entsprechende Computerauswertungen haben vorgelegen. Es wurden stichprobenartig Buchungsbelege anhand der vorgelegten Unterlagen geprüft. Auszüge und Belege waren übersichtlich und korrekt abgeheftet. Der Kassenbestand der Barkasse stimmte mit den vorgelegten Belegen überein.

Herr Meyer schlägt der Mitgliederversammlung vor, die kommissarische Schatzmeisterin Frau Ehlers für den Zeitraum vom 01.01.2018 bis zum 31.07.2018 und den Schatzmeister Herrn Mann für den Zeitraum vom 01.08.2018 bis 31.12.2018 hinsichtlich der Kassen- und Rechnungsprüfung und zu entlasten.

TOP 8

Die Anwesenden stimmen dem Antrag auf Entlastung der kommissarischen Schatzmeisterin und des Schatzmeisters ohne Gegenstimme und mit zwei Enthaltung zu.

TOP 9

Frau Elfriede Fricke scheidet turnusgemäß als Kassenprüferin aus. Aus der Versammlung wird Frau Renate Wüthrich als Kassenprüferin vorgeschlagen. Die Mitgliederversammlung wählt öffentlich. Frau Wüthrich wird mit einer Enthaltung einstimmig gewählt. Frau Wüthrich nimmt die Wahl an.

TOP 10

Aus der Versammlung heraus wird der Antrag auf Entlastung des Vorstandes gestellt. Die Anwesenden stimmen dem Antrag auf Entlastung des Vorstandes ohne Gegenstimmen mit Enthaltung der Vorstandsmitglieder zu.

TOP 11

Herr Mann dankt Frau Gabriela Kientopp für die gute Zusammenarbeit im Bereich der Buchhaltung.

Frau von Rössing stellt fest, dass nicht alle Ehrenamtlichen an der Supervision teilnehmen. Sie weist ausdrücklich darauf hin, dass die Teilnahme verpflichtend ist, wenn die Ehrenamtlichen in der Sterbe- oder in der Trauerbegleitung tätig sind. Bei Krankheit oder Urlaub wird um eine zeitnahe Information gebeten.

Frau Ehlers weist auf den Ökumenischen Dankgottesdienst am 18.05.2019 um 14 Uhr in der St. Maximilian M. Kolbe Kirche hin. Die Ehrenamtlichen wurden bereits schriftlich zum anschließenden Empfang eingeladen. Über eine rege Teilnahme würde sich der Vorstand und das Organisationsteam freuen. Frau Metze weist auf die Vernissage am 08.05.2019 um 18 Uhr in der Geschäftsstelle hin.

Ende der Sitzung: 19.40 Uhr

Salzgitter, den 15. 12. 2019

Roswitha Ehlers Gabriele Grabenhorst Vorsitzende Schriftführerin