Geschichte

Der Begriff Hospiz leitet sich vom mittelalterlichen Hospiz als Herberge für Durchreisende und Kranke ab.

1906

Englische Caritasschwestern gründen das St.-Joseph Hospiz. Ein Vorläufer des modernen Hospiz.

1967

In London gründete die Ärztin Cicely Saunders mit Spendengelder das „St.-Christopher’s Hospiz“ - das e r s t e moderne Hospiz mit 60 Betten.

Das Hospiz-Konzept als stationäre Einrichtung, in der noch heute Sterbende ihren letzten Weg medizinisch, pflegerisch, psychisch, und spirituell begleitet gehen können, wird dort umgesetzt.

1969

Das „St.-Christopher’s Hospiz“ gründet den ersten Hausbesuchsdienst zur Betreuung von Sterbenden in ihrer häuslichen Umgebung.

Die Schweizer Ärztin Elisabeth Kübler-Ross veröffentlicht ihr erstes Buch „Interviews mit Sterbenden“ und vollzieht dadurch eine Veränderung im Umgang mit dem Tabu-Thema Sterben und Tod.

Seit 1980

Die Hospizbewegung etabliert sich nach den angelsächsischen Ländern auch in Deutschland mit einer zunehmenden Zahl von Hospizinitiativen.

Seit 1985

Der Hospizgedanke verbreitet sich langsam in dem traditionellen Gesundheitssystem in Deutschland (sog. Palliativ-Stationen in Krankenhäusern).

1986

Die ersten beiden stationären Hospize entstehen in Aachen und Recklinghausen.

2002

Die Anzahl hat sich inzwischen auf 956 ambulante Hospizdienste, 125 stationäre Hospize und 76 Palliativstationen erhöht und ist weiter steigend.

2006

In Niedersachsen gibt es 103 ambulante Hospizdienste. 14 stationäre/teilstationäre Hospize und 12 Palliativstationen.

Bundesweit gibt es 1.042 ambulante Hospizdienste, 144 stationäre/teilstationäre Hospize und 104 Palliativstationen.

Der Bundesdurchschnitt der hospizlichen Versorgung liegt bei 4,3 % und der Durchschnitt in der Palliative-Care Versorgung liegt bei 2,3 %